Das Imperium der Achsenmächte

Die sechste Auferstehung des Römischen Reichs, wird üblicherweise gar nicht als solche erkannt. Sie geschah unter Benito Mussolini und Adolf Hitler. Es gehörten diesem Reich aber auch andere, oft unterschlagene Nationen mit ähnlichen Regimen an.

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Das waren der Vasallenstaat Groß­kroatien unter Ante Pavelic, Ungarn mit seiner Pfeilkreuzler Bewegung, sowie auch das faschistische Regime Francos in Spanien. Österreich ist ebenso zu erwähnen, denn auch hier gab es schon vor dem Anschluss an das Deutsche Reich, eine NS-Bewegung, starken Antisemitismus und großen Einfluss der römischen Kirche. Auch die Herrschaft des klerikalnatio­nalistischen Josef Tiso in der Slowakei sei hier der Vollstän­digkeit halber erwähnt.

Obwohl weder Hitler, Mussolini noch die anderen faschis­tischen Herrscher von einem Papst gekrönt wurden, existier­te eine enge Partnerschaft zwischen dem Vatikan und diesen Regimen. Diese Kollaboration wurde jeweils mit Konkordaten (d. h. „Herzliche Übereinkunft) be­siegelt. So wurde z. B. der ‚Lateranvertrag’ in Italien und das ‚Konkordat’ mit Hitler im Deutschen Reich, ab- geschlossen.

Italien – Benito Mussolini – ‚Il Duce’

Die sechste Auferstehung des ‚Heiligen Römischen Rei­ches’, hatte mit Benito Mussolini begonnen. Der ,Duce’, italie­nisch für Führer, Benito Mussolini gelangte schon deutlich vor Hitler, 1922 mit seiner faschistischen Partei und dem Segen des Königs, an die Macht in Italien.

Benito Mussolini

Um den „Ruhm“ Italiens bzw. Roms wieder herzustellen, versuchte der Duce, Gebiete zu erobern. Äthiopien, welches die Italiener 1896 aus Ostafrika vertrieben hatte, bot sich als Ziel an. So marschierten Mussolinis Truppen in Äthiopien, Eri­trea und später auch Somalia ein. Obwohl die italienische Ar­mee sich gezwungen sah, Giftgas einzusetzen, wurde es als e­normer Sieg verklärt. 1936 erklärte Mussolini großspurig vom Balkon des Palazzo Venezia, dass dies, „nach fünfzehn Jahrhunderten die Wiedererscheinung des Imperiums auf den schicksalsträchtigen Hügeln Roms“ wäre.

Als der Völkerbund daraufhin Sanktionen gegen Italien verhängte, schloss NaziDeutschland sich diesen nicht an und danach schloss Mussolini das Bündnis mit Adolf Hitler. Dieser sechste Versuch, ein vereintes Euro­pa in der Nachfolge des Römischen Im- periums zu errichten, ging 1945 zu Ende.

Aber abgesehen von diesem Bündnis mit dem Vatikan, gab es noch andere Zeichen die auf das alte Rom deuteten. Da wäre der römische Salut, fälschlicher Weise als ‚Hitlergruss’ bezeichnet. So wurde auch unter dem Duce in Italien gegrüßt und auch im faschistischen Spanien unter General Franco, sowie den anderen oben erwähnten Nationen. Es handelte sich dabei um den Gruß der römischen Kaiser. Dann waren da auch noch die schwarzen Uniformen der SS und Mussolinis Schwarzhemden. Das geht ebenfalls auf die schwarz geklei­deten Leibwachen der römischen Kaiser zurück. Und natür­lich gehören die imperialen Bestrebungen aller Diktatoren, wie schon im alten Rom, dazu.

Ohne Hitler wäre Mussolini und sein ‚Römisches Reich’ je-doch schnell am Ende gewesen. Denn die Feldzüge der italie­nischen Armee waren alles andere als gut organisiert und deren Soldaten bekleckerten sich wahrlich nicht mit Ruhm. Erst dieser Umstand sowie die spätere deutsch-italienische Unterstützung des spanischen General Franco im spanischen Bürgerkrieg, führten erst 1936 zur Annäherung zwischen den beiden Nationen. Im selben Jahr verkündete der Duce die „Achse Berlin-Rom“ und gab sein Bündnis mit Hitler öffent­lich bekannt.

Deutschland – Adolf Hitler – ‚Der Führer’

Auf der anderen Seite, lief es wie schon erwähnt, für das Deutsche Reich unter Adolf Hitler zunächst nicht nur gut, sondern sensationell. Alle Feldzüge bis zum Russlandfeldzug, waren erfolgreiche ‚Blitzkriege’. Auch das Unternehmen ‚Bar­barossa’, war als solcher geplant und verlief anfangs auch so.

Adolf-Hitler

Und dann war doch noch eine weitere Sache, die definitiv zu den ‚Heiligen Römischen Reichen’ dazu gehört. Es handelt sich um die Insignien des Ersten Reichs, die einhundertvier­zig Jahre in Wien aufbewahrt worden waren. Diese ließ Hitler 1938, nach Nürnberg holen – Reichskrone, Reichsapfel, Zep­ter und das Reichsschwert. Bei ihrer Präsentation gelobte er feierlich, „dass sie für immer in Nürnberg bleiben würden“. Dies geschah unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs und dem triumphalen Einzug des Führers in seine alte Hei­mat.

Wer ist der wirkliche König des ‚Heiligen Römischen Reiches’? Das Buch der Offenbarung 12:3 sagt es uns: „Und es erschien ein an­deres Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde“.

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Satan ist der wahre Herrscher über alle sieben Häupter! Er trug bereits die ersten sechs Kronen und er wird ebenso, die siebte zu tragen. Er ist der tatsächliche König des Tieres. Hitler erklärte damals: „Wir sind keine Bewegung, wir sind vielmehr eine Religion. […] Ich werde eine religiöse Figur werden“. Und die Idee Hitlers vom „Tausendjährigen Reich“ war religiös inspiriert und entsprach dem Millennium in der Bibel.

Im Mai 1945 war schließlich alles vorbei, der Krieg endgültig verloren. Um nicht so zu enden wie sein einstiges Vorbild, beging Hitler später, mit seiner Geliebten Eva Hitler, sie hatten noch kurz davor geheiratet, Selbstmord und befahl, dass sein Leichnam zu verbrennen sei.

Spanien – Francisco Franco – Der General

Auch wenn Spanien im weiteren Verlauf, kaum eine Rolle spielte, gehörte auch dies zu diesem „Heiligen Römischen Reich“, denn General Franco grüßte ebenfalls mit dem rö­mischen Salut, hatte eine schwarz gekleidete Leibgarde, und herrschte im Bund mit der katholischen Kirche.

Francisco Franco

Es war auch nicht so wie oft behauptet, dass Franco nicht am Krieg teilnehmen wollte, sondern ganz im Gegenteil! Dass es nicht zum Kriegseintritt Spaniens kam lag daran, dass Hitler Spaniens wirtschaftliche und finanzielle Situation als nicht kriegstauglich ansah. Allerdings schickte General Fran­co trotzdem eine spanische Legion an die Ostfront um sich an der Vernichtung des Bolschewismus zu beteiligen.

Kroatien – Ante Pavelic – Staatsführer

Nach einem wiederholt fehlgeschlagenen Abenteuer des Duce, diesmal auf dem Balkan, musste die Wehrmacht wieder Schützenhilfe leisten und marschierte so auf dem Weg nach Griechenland auch in Jugoslawien ein.

Ante Pavelic

Im Anschluss wurde in Kroatien das Ustacha-Regime mit Mussolinis Wunschkandidat Ante Pavelic, installiert. Dieser verwirklichte sodann seinen Traum von Großkroatien und annektierte dafür Teile Serbiens und Bosniens. Dieser Staat war sowohl politisch, wirtschaftlich und auch militärisch völ­lig von den Achsenmächten abhängig. Militärisch waren seine Soldaten nur zur Partisanenbekämpfung auf dem Balkan zu gebrauchen. Aber auch bei diesem Regime finden wir die Merkmale des römischen Saluts, die schwarz uniformierte Leibwache, die imperialen Ansprüche und ganz besonders die Kollaboration mit der römischen Kirche.

 Ungarn – Admiral Miklos Horti

Ungarn war nicht nur im 1. Weltkrieg, sondern schon seit dem Mittelalter ein treuer und quasi natürlicher Verbündeter Deutschlands. 1920 erließ Reichsverweser Admiral Horti be­reits ein anti-jüdisches Gesetz und 1938 übernahm er fast wörtlich die NS-Rassegesetze.

Mikos-Horthy

Ähnlich verhielt es sich mit den Pfeilkreuzlern. Diese be­riefen sich auf heidnische Traditionen der Ungarn und waren radikal antisemitisch. Noch im Oktober 1944 wurde deren Führer, Ferenc Szálasi, durch die deutsche Besatzungsmacht, als Herrscher installiert.

Slowakei – Josef Tisa – Priester

Nachdem Einmarsch der Wehrmacht in die Resttschechei, kam in der Slowakei der katholische Priester Josef Tisa an die Macht. Dieser hatte einen Schutzvertrag mit dem Deutschen Reich abgeschlossen, um einen eigenständigen slowakischen Staat etablieren zu können.

Josef Tiso

Er war der Führer einer klerikal­nationalistischen Partei, und sowohl antisemitisch wie auch antibolschewistisch, eingestellt.

Vatikan – Pius XI & Pius XII – Päpste

Jetzt sind wir beim unabdingbaren religiösen Faktor, für dieses Reich, angelangt: die römisch-katholische Kirche bzw. der Vatikan. Es waren die Päpste Pius XI und Pius XII, die mit den faschistischen Regimen kollaborierten. Letzterer ging sogar als Hitlers Papst in die Geschichte ein.

Pius XI

Pius XI

Der Vatikan hat sämtliche faschistischen Regime der 20’er, 30’er und 40’er Jahre im vergangenen Jahrhundert maßgeb­lich mitetabliert und alle diese Staaten systematisch, sowie rückhaltlos unterstützt. Jedes innen- wie außenpolitische Verbrechen Hitlers, Mussolinis und der andren Diktatoren wurde vom Vatikan mitgetragen und unterstützt, so z. B. den italienischen Raubüberfall auf Abessinien, den man als Evan­gelisationsfeldzug ausgab oder den Russlandfeldzug zur Ver­nichtung des Bolschewismus, sowie auch die Zwangsbe­kehrung von Serben durch das Ustasha-Regime.

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Hitlers Papst Pius XII

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