Roms Untergang

Gegen Ende des 3. Jahrhunderts erfolgte, aus verwaltungstechnischen Gründen, im Jahre 286 n. Chr. durch Kaiser Diokletian, die Teilung des Imperiums. Hier kommt nun das zum Vorschein, was Daniel über die Füße aus Eisen und Ton sagte. Denn es hieß ja, das geteilte Reich sollte teils stark und teils schwach sein. Und genauso kam es dann auch.

Das oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel war stark und beständig. Es existierte bis ins Jahr 1453 bevor es von Osmanen bzw. Türken überrannt und sein letzter Kaiser Konstantin XII., getötet wurde. Westrom hingegen war der schwache Teil des Imperiums in dem unfähige Führer an die Macht kamen und sich die allseits bekannte spätrömische Dekadenz ausbreitete. An seinen Grenzen sah es sich vermehrt germanischen Angriffen gegenüber und geriet mehr und mehr in die Defensive.

Westrom  sah sich zunehmend Angriffen von germanischen Stämmen ausgesetzt. Im 5. Jahrhundert, wurde Rom selbst – zum ersten Mal seit Jahrhunderten – erobert und geplündert. Nachdem das Römische Reich im Westen zusammengebrochen war, versuchten nacheinander drei Führer von germanischen bzw. barbarischen Stämmen, wie die Römer sie nannten, die Nachfolge des römischen Kaisers anzutreten. Es waren dies die Ostgoten, Heruler und zuletzt die Vandalen.

Zunächst wurde auch jedes dieser Völker vom oströmischen Kaiser offiziell als legitime Regierung im Westen anerkannt. Zuletzt als im Jahre 429 n. Chr. West-Rom von den Vandalen überrannt, besiegt und vernichtet worden war. Nach Jahren des Kampfes schlossen sie im Jahre 435 einen Vertrag mit, dem sie als Fortführung des Imperiums in Nordafrika anerkannt wurden. Doch die Vandalen versuchten, ihren Machtbereich auszuweiten und die komplette Übernahme des Römischen Reiches anzustreben.

Im Jahr 455 n. Chr. plünderten sie dann Rom und zwar so gründlich, dass sich bis heute die Redewendung „Vandalismus“ erhalten hat, um einen rücksichtslosen Umgang mit fremden Eigentum zu beschreiben. Dies waren die ersten drei Auferstehungen Roms. Im Jahre 476 n. Chr. war mit der Tötung des letzten römischen Kaisers dann das endgültige Ende Roms gekommen. Aber es ging doch weiter …

Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah ver- wundert dem Tier nach. – Offenbarung 13:3

Danach wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrere „Heilige“ Römische Reiche, in Anlehnung an das alte Rom, etabliert. Diese Ent- wicklung finden sie unter dem Punkt: Die bisherigen sechs Heilige Römische Reiche.

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